Leitgedanken

Wohnen mit dem +

  • Wohnen in Selbstständigkeit und Selbstbestimmung
  • Leben in aktiver Nachbarschaft
  • geteilte Verantwortung
  • Solidarität über Generationen hinweg
  • spekulationsfreier, sicherer Wohnraum
  • Raum für Individualität und Gemeinschaft
  • ökologische und soziale Impulse
  • gemeinsam leben, alt werden, werken und wirken

Warum als Genossenschaft?

Wir haben für wohnenPlus die Rechtsform der eingetragenen Genossenschaft gewählt, weil sie unserem Prinzip der gemeinsamen Verantwortung am besten entspricht. Wir möchten unsere Wohnprojekte gemeinschaftlich und selbstbestimmt entwickeln und realisieren. Der Wert der Unternehmung liegt in der Verwirklichung unserer Idee vom guten Miteinander, nicht in der Höhe der Rendite. Der gemeinsame Weg zum Wohnprojekt ist uns ebenso wichtig wie das Ergebnis.

Jedes Mitglied erwirbt einen oder mehrere Anteile an der Genossenschaft. Damit ist er oder sie Miteigentümerin des gesamten Genossenschaftseigentums und stimmberechtigt in der Mitgliederversammlung. Dabei gilt: Eine Stimme pro Mitglied – unabhängig von der Zahl der Genossenschaftsanteile. Diese Einlage bleibt Eigentum des Mitglieds und wird bei einem eventuellen Austritt wieder ausbezahlt.

Das Genossenschaftsmitglied ist nicht Eigentümer einer einzelnen Wohnung. Die Wohnungen der Genossenschaft stehen bei entsprechender Verfügbarkeit grundsätzlich nur Mitgliedern zur Nutzung zur Verfügung. Wenn Sie eine Genossenschaftswohnung nutzen wollen, müssen Sie zusätzlich zu Ihrem Pflichtanteil zusätzliche Anteile erwerben. Im Unterschied zum freien Wohnungsmarkt bleiben die Nutzungsentgelte in Genossenschaftswohnungen dauerhaft niedrig, da die Genossenschaftshäuser der Spekulation entzogen sind.

Mitglied der Genossenschaft und damit Anteilseigner kann auch werden, wer kein oder noch kein Wohninteresse hat. Eine eingetragene Genossenschaft ist eine sichere Geldanlage. Sie wird vom Genossenschaftsverband regelmäßig auf sachgerechte Geschäftsführung und Mittelverwendung geprüft.

Wie wir wurden was wir sind

2010: Vision
Die Geschichte von wohnenPlus beginnt in den Jahren 2010/2011. Eine kleine Gruppe traf sich, um eine Vision zu besprechen: die Vision von einem anderen Wohnen, selbstbestimmt und in Gemeinschaft mit Gleichgesinnten. Wir träumten, planten, schauten Beispiele an und entschieden, eine Genossenschaft zu gründen, als Zwischenform zwischen Eigentum und Miete. Sie sollte den Boden, der bebaut werden sollte, dauerhaft der Spekulation entziehen, also unveräußerbar sein. Wir wollten als Eigentümer/Mitglieder einer Genossenschaft selbstbestimmt bauen, zur Miete wohnen und wenig individuelle Wohnfläche beanspruchen, bei einer großen Anzahl gemeinschaftlich nutzbarer Räume.
2014: Gründung
Eine Satzung wurde erarbeitet, wir suchten uns einen Genossenschaftsprüfverband. Bei der Gründungsveranstaltung der Genossenschaft „Wohnen plus Wangen eG.“ 2014 waren wir zehn Gründungsmitglieder, in den folgenden Jahren fand unsere Idee immer mehr AnhängerInnen. Theo Keller, unser Architekt, stellte erste Pläne bei internen Workshops vor.
2018: Bauplatz
Der nächste Schritt war die Bewerbung um die ausgeschriebenen Grundstücke im ERBA-Gelände. Wir wollten drei marode Arbeiterhäuser erwerben und sanieren, erhielten 2018 aber stattdessen einen Bauplatz und einen Altbau an der Spinnereistraße, ein Grundstück von insgesamt 2200 Quadratmetern. Wir konnten eine solide Finanzierung aufstellen und planten 30 Wohnungen auf relativ engem Raum, im Ensemblestil mit den umliegenden ERBA-Gebäuden.
2020: Baubeginn
Im Februar 2020 kam es zum ersten Baggerstich. Und dann ging es Schlag auf Schlag, auch dank vieler Wochenendeinsätze von aktiven GenossInnen. Das erste Richtfest feierten wir im Juli 2020, und schon im Frühjahr 2021 zogen die ersten BewohnerInnen ein. Im Juli 2021 stand der Dachstuhl am Haus C und seit Sommer 2022 ist auch dieses Haus am Kanal bewohnt.
2025: wohnenPlus lebt!
Wir sind inzwischen mehr als 200 GenossInnen und haben 2200 Quadratmeter Grundstück bebaut und gestaltet, mit fast 13.000 Kubikmetern umbautem Raum, mit 2150 Quadratmetern Wohnfläche, mit begrenzten Privat- und relativ großzügigen Gemeinschaftsflächen. 50 Erwachsene aller Altersgruppen und 30 Kinder beleben Gebäude und Gelände.

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